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  Die Geheimen Tagebücher
 
Das verdorrte Herz Westfalens

Ich wusste das es ein Fehler war Schüssler in das Herz Westfalens einzuladen, mir wurde klar das er einen Infarkt verursachen würde, als er mit Hawaiihemd und einer Gummipuppe unter dem arm aus dem Zug fiel.
er rappelte sich doch leider wieder auf, bevor ich ihn zwischen die Gleise schubsen konnte, der Grund seines Sturzes waren die drei Herta Berlin Fans mit denen er sich wohl auf dem weg 'angelegt' hatte.
Unsere schnelle Flucht mit einem betrunkenen Schüssler auf dem Rücken, gestaltete sich abenteurlich, gerade als ich die Tür des Taxis ins Schloss zog und den Fahrer anschrie er möge nun entlich losfahren, prallte die streitwütige Horde gegen den Mercedes.
Ein hoch auch deutsche Wertarbeit.
Als ich einige Stunden später nach ihm sah, wurde mir schlagartig klar, das bei dieser Art Infarkt auch keine Herzdruckmassage würde helfen können.
In der Mitte des Hotelzimmers saß er umgeben von seiner Gummipuppe und zwei minderjährigen Prostituierten in mitten eines aufblasbaren Swimmingpools.
"Haöl däu nek tras le hä bis" grölte er mir entgegen während er sich geräuschvoll in den Pool übergab, das ersparte mir wenigstens die Arbeit die beiden Damen hinaus zu komplementieren.
Ich schlug ihn einen Stadtbummel vor, was er mit einem begeisterten "Hüor?" kommentierte.
Wenige Minuten später, hatten wir die Innenstadt erreicht und ich bot mich an uns ein Fischbrötchen an einer ansässigen Fast Food Bude zu besorgen.
Als ich mich mit zwei 'Wikingern' in der Hand umdrehte war er weg.
Mein Herz setzte aus, was würde er anrichten?
Die Antwort kam wenige Minuten später, als eine leere Wodkaflasche sich ihren Weg, vom Dach der Lambertikirche auf den Platz bahnte, gefolgt von einem verärgeten Zischen, die radfahrende Rentnerin hatte er glücklicherweise verfehlt.
Dort konnte ich ihn ausmachen, in seinem Hawaiihemd saß er in einem der Käfige, in denen einst die Leichen der Wiedertäufer verrotteten und ich hoffte er würde dort ebenso lange hängen wie seine anarchistischen historischen Vorläufer.
Die sich anschließende Rettungsaktion der Feuerwehr beobachtete ich von einem Kaffeehaus aus, immer wieder warf er mit Steinen und leeren Flaschen auf Passanten.
Mir war es inzwischen egal geworden, ich starrte in meinen Latte Machiato und hoffte er würde mich nicht wiederfinden.
6.5.08 18:12
 


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